Anmerkungen zur Energiepolitik Solar- und Windstrom



Anmerkung zu der erneuerbaren Energien Politik:


Aus physikalischen Gründen sind,auch und gerade für die Nutzung von Wind- und Photovoltaik-Anlagen, schon direkt „vor Ort“ relativ aufwendige und zum Bau ebenfalls energieintensiveAnlagen notwendig. Besonders gravierend für die praktische Nutzung ist aber, daß die Erzeugung aus diesen Anlagen von Wind und Sonne bestimmt wird und damit alles andere als bedarfsgerecht ist. Es führt zu Speicherproblemen und zur Notwendigkeit des massiven Ausbaus der Hochspannungsleitungen, da der Lastfluß im Verbundnetz aus physikalischen Gründen auf zwei ganz unterschiedliche Betriebsweisen ausgelegt werden muß. Einmal muß in jedem Sekundenbruchteil der von den Verbrauchern angeforderte Bedarf und die Erzeugung zu 100%!! ausgeglichen sein, und gleichzeitig muß auch die Kraftwerksleistung praktisch doppelt (einmal in Form von Solar- und Wind- und zusätzlich in absolut notwendigen aber wesentlich geringer eingesetzten thermischen Kraftwerken) vorgehalten werden. Ansonsten droht ein Blackout, im Extremfall im ganzen europäischen Netz.


Da dies an Wirtschaftlichkeitsgrenzen stößt, wird auch die Sicherheit der Netze drastisch zurückgefahren. Für das wirtschaftliche Überleben der Unternehmen gibt es keine Alternative dazu.


Durch die physikalisch und aus Sicht einer Gesamtbetrachtung des Systems völlig kontraproduktive aber politisch vorgegebene und deshalb realisierte Aufteilung des Netzbetriebes einerseits und des Kraftwerksbetriebes andererseits, ergeben sich zusätzliche Probleme für Planung und einen sicheren Betrieb der Anlagen. Die zwischenzeitlich enormen und sehr raschen Einspeisungs-Schwankungen der weit überdimensionierten Wind- und Solarenergie, bringen das System zwischenzeitlich allein schon immer wieder an die Stabilitätsgrenze.


All diese Folgen eines staatlichen Dirigismus beim massiven Ausbau von Photovoltaik- und Wind-Anlagen:

  • massive Verteuerung der elektrischen Energie ( durch die beschriebene notwendige doppelte Investitionen in Kraftwerke und Netze, sowie durch die Zwangsaufnahme von teurer und nicht bedarfsgerechter Erzeugung von Solar und Windstrom)
  • Dadurch bedingt ist nicht nur die direkte Belastung der Bürger sondern auch die Verschuldung des Staates weiter massiv angestiegen. Zudem hat eine langsame aber unaufhaltsame De-Industrialiserung unseres Landes bereits begonnen.
  • um Zehnerpotenzen gegenüber früher erhöhte Gefahr eines europaweiten Blackout
  • usw.

werden durch immer häufiger zusätzlich notwendige und massiver werdende Eingriffe des Staates für den Bürger noch bis heute weitgehend verborgen gehalten bzw. deren Folgen – durch Medien und eine durch Forschungsgelder von der Politik voll abhängige "freie Forschung" - durch eine perfekte Inszenierung anderen Ursachen zuordnet. Die Auswirkungen werden so vom Bürger nicht mit den politisch vorgegebenen dirigistischen Maßnahmen in Verbindung gebracht. Dabei handelt die Politik so perfekt und profiartig. daß es zweifellos auch im Katastrophenfall gelingen wird, der Öffentlichkeit einen anderen "Schuldigen" zu präsentieren.


Die „Art und Weise“, in der die Öffentlichkeit dabei in die Irre geführt wird, ist kaum mehr zu überbieten. Für die Schlitzohrigkeit, der in der Öffentlichkeit gebrauchten Argumente, folgende Beispiele:


1. "Bei Strompreisen von 20 bis 30 Cent/KWh hat Strom aus Photovoltaik und Wind die wirtschaftliche Schwelle ja bereits erreicht.!"

Dabei wird allerdings verschwiegen, daß bei diesen Preisen sich zunächst der Staat mit ca. 50 % Steuer Anteil die Taschen füllt. Dazu kommen die normalen Netzkosten sowie die erheblichen Kosten für die notwendigen Doppel-investitionen in Netze und Kraftwerke sowie die zu tragenden Differenzkosten für die zwangsweise aufzunehmende und teuer zu bezahlende Erzeugung, die dann praktisch weitgehend ans Ausland verschenkt werden muß. Betriebs- und volkswirtschaftlich wären für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit allenfalls die durch die teure und gesetzlich vorgeschrieben Zwangseinspeisung ersparten beweglichen Brennstoffkosten bzw. die gegen Null gehenden Erlöse im Markt anzusetzen.


2. Auf dem Strommarkt bieten die Erzeuger, wie beschrieben, vor allem ihre zu Zeiten einer hohen Zwangseinspeisung an Solar- und Windenergie in Deutschland nicht nutzbaren Energiemengen an, für deren Aufnahme die gesetzlich festgelegten hohen Preise an die Betreiber von Wind- und Solaranlagen bezahlt werden müssen. Dabei sind die Marktpreise selbstverständlich - angesichts der Unmengen an nicht bedarfsgerechter Einspeisung – sehr gering und gehen faktisch für den Großteil der erzeugten Energie gegen Null. Die Folge ist, daß im Markt Unmengen an einerseits teuer bezahlter Energie regelrecht an unsere europäischen Nachbarn verschleudert und quasi verschenkt werden müssen, da im Land einfach kein Bedarf dafür vorhanden ist. In geringerem Umfang versuchen die Unternehmen darüber hinaus - bei höherer Verbrauchslast und gleichzeitiger hoher Wind-/Solareinspeisung - durch den Verkauf auf Grenzkosten-Basis ihre konventionellen Anlagen wenigstens etwas stärker auszulasten. Diese werden zu Zeiten benötigt, in denen bei hoher Last Wind- und Solarenergie aus Witterungsgründen nur einen Bruchteil der installierten Leistung einspeisen. Insgesamt erlösen die Unternehmen für ihre gegenüber früher deutlich geringer eingesetzten konventionellen Anlagen (die aber bei Windflauten unverzichtbar notwendig sind) auch nicht annähernd die notwendigen Kostendeckungsbeiträge für die anfallenden Kapital- und Personalkosten. Dies führt zu unabsehbar negativen wirtschaftlichen Folgen für die Unternehmen und gefährdet letztlich deren Existenz.

In der Öffentlichkeit wird dieser Vorgang dann aber wie "zum Hohn" und unter völliger Verdrehung der Wirklichkeit" wie folgt dargestellt: „Die Unternehmen geben ihre Vorteile aus den gesunkenen Marktpreisen nicht an die Verbraucher weiter.“


Einen weiteren Kommentar zu diesem Verhalten einer deutschen Regierung gegen (noch) deutsche Unternehmen möchte ich mir ersparen.



Durch immer massivere staatliche Eingriffe (wenn man einmal damit angefangen hat, ist die logische und unausweichliche Entwicklung, daß ein Eingriff immer neue Eingriffe zur Korrektur von Auswüchsen des vorhergehenden Eingriffs erfordert) ist wohl zwischenzeitlich die Struktur der Energieversorgung vollends und nicht mehr reparabel auf der schiefen Ebene angekommen.


Als Lösung wird jetzt die intelligent gesteuerte Last (deshalb Smart-Meter in den Haushalten) propagiert. Das ohnehin bereits höchst komplexe System der Stromversorgung wird durch eine solche weiche "Software-Lösung" nochmals deutlich komplexer, wohl in absehbarer Zeit auch nicht mehr beherrschbar und gegen Fehler und bösartige Angriffe aller Art weitaus anfälliger. Wir stolpern mit hoher Wahrscheinlichkeit - getrieben wohl durch eine sowohl hoffnungslos überforderte und selbst getriebene Politik, letztlich durch die Herren des Finanzsystems - in eine riesengroße Komplexitätsfalle, die eigentlich nur in einem kompletten Desaster enden kann und wird (der Turmbau von Babel als Symbol der Hybris des Menschen belegt, daß dies wohl eine Falle ist, in die die Menschheit immer wieder tappt).


Eine kürzliche, hier sinngemäß zitiert, Äußerung des CEO der Österreichischen Verbundgesellschaft (VG) zeigt dabei, in welcher geistigen Haltung wir in unserer Gesellschaft zwischenzeitlich angekommen sind:


„ Die Sicherheit der Stromversorgung und die Sicherheit des Netzbetriebs ist nicht Sache der VG. Dieser wurde erst kürzlich von den Behörden in einem Papier schriftlich garantiert.“


Na denn: „Noch Fragen Hauser?“. Es läßt mit Sicherheit nichts Gutes ahnen, wenn der Netzbetreiber zu erkennen gibt, daß er sich - aufgrund der strikten Vorgabe der Politik - als Netzbetreiber nicht mehr in der Pflicht für die Sicherheit sieht, sondern ihm nichts anderes übrig bleibt, als sich vorrangig nur noch um wirtschaftliche Belange zu kümmern.


Die Geisteshaltung einer Vielzahl der beteiligten Entscheidungsträger spiegelt wohl auch folgendes und wahre Ereignis (ich habe absolut keinen Grund an der "Quelle" zu zweifeln) aus einer entsprechend hochrangigen Vortragsveranstaltung wieder. Danach führte der technisch orientierte Diskussionsleiter wohl aus, daß bei entsprechenden Lösungen das „1. Kirchhoffsche Gesetz“ beachtet werden müsse. Daraufhin wurde von entsprechender Seite wohl damit argumentiert, daß Gesetze auch geändert werden könnten.


Bei soviel gezeigtem Sachverstand der Entscheidungsträger kann man nur noch trocken schlucken und schweigen!!


Wir spielen mittlerweile - mit dem praktizierten und durch die Politik als alternativlos dargestellten ausschließlich wirtschaftlich orientierten Vorgehen - buchstäblich Russisch-Roulette mit der Sicherheit und der Existenz ganzer Nationen. Auch Überholen in einer Kurve geht vielleicht 100-mal gut. Dann aber kracht es eben einmal gründlichst und damit hat es sich dann. Unter welchem Zwang muß das Finanzsystem in der Zwischenzeit stehen, daß die Politik sehenden Auges bereit ist, uns solchen Risiken auszusetzen. Wer meint, daß ich mit der Schilderung der Risiken gewaltig übertreibe und sich auf unterhaltsame Art und Weise dem Thema annähern will, der lese einmal den Roman "Black Out - Morgen ist es zu spät" von Marc Elsberg, der sich mit dem Thema populärwissenschaftlich aber durchaus fachlich fundiert auseinandersetzt.


Erläuterung:

Für den der noch „auf dem Schlauch steht“: Mit Kirchhoff ist hier nicht der berühmte Professor aus Heidelberg gemeint, sondern ein Physiker, der das entsprechende physikalisch allgemein gültige Gesetz formuliert hat.


Spekulieren wir noch etwas wie die Geschichte wohl enden wird:


Von den Unternehmen wird öffentlich keines wagen, dagegen auch nur ein Wort zu sagen. Zu sehr wurde ihnen vermutlich klar gemacht, daß dann mit aller Härte des Gesetzgebers wohl die nächste gesetzliche Zwangsmaßnahme droht, die dann das rasche wirtschaftliche Ende des Unternehmens bedeuten könnte. Wir werden dazu sehen, ob in den nächsten Jahren aufgrund dieser Politik der Deutschen Regierung die Unternehmen dann für ein Butterbrot bei einem US-amerikanischen Hedge-Fonds landen. Mit dem in geheimen Verhandlungen geführten Freihandelsabkommen TTIP, werden dazu möglicherweise auch die rechtlichen Dinge gerade festgezurrt. Spätestens ab dann - es ist dann viel zu spät - wird der deutsche Verbraucher mit allen Konsequenzen und in aller Härte merken, daß er gegen US-Amerikanische Konzerne auf der Verliererseite steht und auch eine entsprechende eindeutige Gesetzeslage gerichtsfest geschaffen wurde, gegen die nicht mehr anzukommen ist.


Aber auch die Mitarbeiter und Pensionäre der betroffenen Unternehmen werden dann die Auswirkungen der derzeitigen Politik massivst selbst zu spüren bekommen. Angesichts der zwischenzeitlich in der Bevölkerung handwerklich perfekt geschürten Stimmung gegen die Unternehmen, wird dies bei großen Teilen der Bevölkerung auf Zustimmung oder Gleichgültigkeit stoßen. Die Stimmung und Haltung der Bevölkerung unserer Republik ist ja bereits jetzt dadurch geprägt, daß vor Entwicklungen - die noch vor wenigen Jahren als undenkbar galten - die Augen und der Mund verschlossen gehalten werden, in der Hoffnung daß dann zunächst nur andere von entsprechenden Entwicklungen betroffen sind, man aber davon hoffentlich persönlich noch möglichst lange verschont bleibt.


Ich möchte es ganz hart aussprechen:


Wer so kurzfristig und "feige" denkt, hat es letztlich nicht anders verdient. Wer die Augen und Ohren in den letzten Jahren offengehalten und nur mit normalem Menschenverstand und einem Rest an Kritikfähigkeit beobachtet hat, konnte unschwer erkennen, wo sich bereits in so vielen anderen Bereichen eine vergleichbare Entwicklung abgespielt hat. Heute geht es insgesamt um weit mehr in unserer Gesellschaft als "nur" um etwas Wohlstandsverlust: "Wer in der Demokratie schläft, wacht eben in der Diktatur auf" und wenn wir "normale Menschen" ganz großes Pech haben, werden wir selbst oder spätestens unsere Kinder wieder in einen Krieg auf Europas Boden hineingezogen. Sehen wir es nüchtern: Eine solche Entwicklung ist nichts als geschichtliche Normalität und die vergangenen Jahrzehnte waren eine historisch wohl einmalige Periode von Wohlstand, Frieden und Freiheit. Wer etwas näher dahinterschaut wird allerdings feststellen, daß es im Blick zurück nichts als der "berühmte Ritt über das dünne Eis des Bodensees" war. Wir haben nur Glück gehabt, daß das damals teilweise schon sehr dünne Eis nicht eingebrochen ist, und daß wir in unserer damaligen grenzenlosen Naivität gar nicht erkennt haben, welche Rolle uns seit den frühen Nachkriegsjahren auf dem Schachbrett der globalen Machtpolitik bereits zugedacht war. Wer immer noch nicht ahnt wovon ich spreche, der beschäftige sich einmal mit

Zbigniew Brzezinski - The Grand Chessboard - End the Lie